Führen zu langen Diskussionen mit Lektorinnen und Lektoren. Darüber beispielsweise, ob man diese gleich zu Beginn eines Romans setzen sollte, vor allem in Verbindung mit einer wörtlichen Rede, die nur ein End-, keinesfalls aber ein Anführungszeichen beinhaltete (beinhält? beinhielt? beinhülte?). Der Roman begönne damit also nicht einmal nur hypothetischerweise mit einem Schlusszeichen, liesse man den ersten Satz ausser Betracht, sondern tatsächlich. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass der erste Buchstabe als fettes Kapitälchen gesetzt wurde und man deshalb auch auf das Anführungszeichen verzichtet habe, weil mit ihm das ganze unschön, und überhaupt: dass man dafür nicht unbedingt den Autoren, sondern viel wahrscheinlicher das Lektorat in die Verantwortung nehmen müsse. Natürlich könne man sich ein Anführungszeichen in einer Kapitälchenreihe auch mühelos im Kopf ergänzen, aber, so im weiteren Verlauf der Diskussion, bliebe da immer noch ein ästhetisches Unbehagen, für die- oder denjenigen, der sein Fehlen entdeckte. Sind die Lektorinnen und Lektoren aber nur ausgedachte, dann lösche man an dieser Stelle das Licht und versuche zu schlafen. Dieses Thema bietet Stoff für lange Winternächte und wir haben doch erst Oktober.
taberna kritika
spatien – zeitschrift für literatur, als printausgabe

wir haben unsere kleine (aber feine) literaturzeitschrift um ein printangebot erweitert. spatien erscheint nun also print&online. s.a.: spatien.net und skypaperpress.
57%
Nicht nur Hediger, auch ich muss mein Pensum hier etwas reduzieren. Dabei bin ich nicht minder fleissig, sondern es passiert eher mehr. Aber anders ist es auch mir nicht möglich die Überarbeitung angefallener Textprojektchen nun richtig in Angriff zu nehmen. Bis auf weiteres sende ich also nur noch 3-4 mal wöchentlich und hoffe auf Ihr Verständnis …
6. Schachtel (Doppelte Böden)
Was ist in dieser Schachtel? Zettel, Zeugnisse vielleicht oder Spielsachen? Wahrscheinlich befinde ich mich darin und halte gerade eine Streichholzschachtel in der Hand. Wahrscheinlich kauert darin eine Fliege und denkt sich ihren Kosmos und mich dazu. Ich dagegen mache mir Sorgen um unsere Perspektive. Besser gesagt, stelle mir die Frage: ist er doppelt unendlich? Oder dreifach?
heute gibt es nur abgerissenes denken. heute gibt es nur, was und wie es vorgefunden wurde. heute gibt es satz an satz und die schnörkel, die bändchen und schleifen um die gedanken bleiben zuhause. in allen farben.
Sinkstoffe
Aphatisch
Warum er schreiben muss:
Um, nach dem Verlust der Sprache, noch zu zeigen, dass er sprach.
Der Lacher auf deiner Seite
Soso (Aha), dein Mann
ist Dichter. Aha. (Haha)
noch im entwurfstadium. vielleicht auch zu löschen – ich weiss es noch nicht. auf jeden fall liegt eine datei mit diesen zeilen seit wochen auf dem desktop und muss endlich weg …