
taberna kritika
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– [atmographe] CLXX-CLXXXVI, texte der taberna kritika XIV
– talschlüsse I-V
Beim Augenarzt
Lauter alte Menschen
im Wartezimmer
blind oder am Erblinden
unbeholfen
Wollen alle dem Tod
sehend entgegen gehen
bloss vorher
gingen sie ganz gern
blind durchs Leben
(Al Imfeld, fremde Heimat & tausend Grenzen, S.134, 2005)
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Im Haus wurde umgeräumt. Bestimmte Dinge werden nicht mehr gefunden. Die Schere, die Plastiktüten, der alte Wassereimer, die rostigen Nägel, die Feuerzeugsammlung, ein Skalpell. Weiter werden die grosse Plane, ein Stapel Handtücher, der Zementbohrer, die mit Kunststoff isolierten Seile, alte Knebel und die Starterkabel vermisst.
Auch die Suche unter dem Dach verläuft ergebnislos. Auch dort allmählich der Verdacht, ein unerwünschter Besucher sei da gewesen. Die Körperteile sind zwar alle noch vorhanden, aber ihre Anordnung scheint nach einem seltsamen Prinzip verändert.
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Wenn Hochwasser ist in der Kleinstadt, fahren die Busse mit offenem Verdeck durch den Stadtkanal. Die Parkanlagen üben sich im Seesein. Braunes, verschlammtes Naherholungsgebiet, gepfropfte Bäume, die bei einer Kanufahrt umrudert werden müssen. Am Ufer liegen fast ertrunkene Mitglieder der ortsansässigen Folkloregruppe und speien Bier. Schweigend. Niemand möchte so recht lachen an einem Fest, das ins Wasser fällt. Niemand weiss, dass das erst der Beginn des Festes ist. Die Feier einer Reihe glimmender Fackeln unter einer Brücke.