Im weichen Lehm
mein Schritt
noch in Jahrtausenden
Zeichen der Vergängnis
(Jürgen Egyptien, In der Sprache Zwie, S.51, 2005)
|::| das sieb |::| kürzeste lyrik novitäten
Im weichen Lehm
mein Schritt
noch in Jahrtausenden
Zeichen der Vergängnis
(Jürgen Egyptien, In der Sprache Zwie, S.51, 2005)
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diesen text finden sie in kürze in überarbeiteter form hier.
lämpchen komm
mädchen spring
die löffel sind lang
selbst beim lumpigsten
hasen
wie er seine pfoten
um deinen hals legt
für sekunden
stille dann springt
das herz
(Ulrike Draesner, kugelblitz, S.15, 2005)
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Als Gottfried Benn ihr Hohes C besang, war noch nicht absehbar, dass in ihrem runden Ton noch weitere zu finden waren. Erst heute wird uns allmählich klar: vermittelt durch modernste Gerätschaften werden Klangspektren sichtbar, die diese Knolle erst geniessbar machen.
Das Faktum der Essbarkeit vs. des Nährwerts der Poesie. Die historische Abhängigkeit. Das Immer-Auszudifferenzierende. Das Synästhetische. Kein Objekt kann nur mehr Objekt sein, wie es war. Ein Mehrwert muss formuliert werden. Ein alter Hut.
zu den sorgen in der brust
ist fast alles gesagt
es sei das ende der sinnfreien zeit
saure milch
teig auf dem weg zum herzen
zwei atue gesogen
nicht gepresst
hämorrhoiden heilen
dammbrüche heilen
sitzbäder und
kein wort davon
in der odyssee
keines in irgendwelchen komödien
göttlicher subtext aber
jeder konfession
kühlt sie mit eis
Warum immer der Akt der Zeugung, die Akte der Lust besungen wird? Das Drama der Postproduktion ist viel realer!