Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 02/2012)

Die Engel, die nennen es Höllenfreud,

Die Teufel, die nennen es Himmelsleid,

Die Menschen, die nennen es: Liebe.

Alles ist zu Ende, die Menschheit wird draufgehen; die Wissenschaftler können nur noch beweisen, dass wenigstens Mikroben auf der Erde überleben werden. Würden wir so getröstet gehen?

Der Verlust an Illusionen schlägt sich nieder als künstlerischer Gewinn. Schön, wer das säuseln kann.

Wiedergeburt: Hört denn keiner, dass ich noch ganz heiser bin vom Todesröcheln?

Dort, wo die Stadt ihr Arsch offen dem Meer zuwendet und ihre Scheiße ausgießt, wo die Sirenen auf die Schweine warten.

All die Pooeten.

Werkle, Maler, tage nicht … lass‘selbst im z‘rwühlten Bett den Pinsel niemals los.

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Graphic Novels – Netztheorien – Visuelle Texte (Werkstattbrief 1/12)

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Ihnen folgende neue Texte und Arbeiten vorstellen zu dürfen:

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Sudabeh Mohafez / Rittiner & Gomez:

Das Eigenartige Haus.

(Graphic Novel)

Januar 2012, 52 S.

ISBN 978-3-905846-19-5

„Iwan war im abgeschlossenen Raum hinterm Heizungskeller. Gemeinsam mit Parimarjan ist er dort eingedrungen. Sie haben sich – wir wissen nicht wie – Zugang zu dem dazugehörigen Schlüssel verschafft und sind mit Taschenlampen gerüstet hinein. Iwan wei-gert sich, uns zu erzählen, was sie dort gefunden haben. Er meint, das sei nichts für Menschen wie uns, und es wäre auch viel besser gewesen, wenn er selbst diesen Raum niemals betreten hätte.“ (Klappentext)

Sudabeh Mohafez machte bereits Station in Teheran, Berlin, Lissabon und Stuttgart. Heute lebt sie am Rand des Schwäbischen Waldes. Sie ist freie Autorin, verfasst Romane, Erzählungen und Theaterstücke. Ihr Werk wurde durch zahlreiche Stipendien und Preise ausgezeichnet. Rittiner & Gomez, geboren 1960 in Simplon-Dorf, lebt und arbeitet in Spiez (CH) als Bildermacher und Blogger.

Mehr: http://www.etkbooks.com/eigenartige_haus

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Nun auch als E-Books:

Alban Nikolai Herbst:

Kleine Theorie des Literarischen Bloggens.

Erste Lieferung

(Essay / Erzählung)

September/Dezember 2011, 132 S.

ISBN: 978-3-905846-18-8

Stimmen:

“… die vielleicht erste deutschsprachige Weblog-Poetik überhaupt.” Welt am Sonntag, 04.12.11

“Das Buch war und ist notwendig.” Gregor Keuschnig, Begleitschreiben, 21.10.11

Lektürenotizen von Norbert W. Schlinkert (1-10)

“… es spricht nicht nur über Kunst, es erhebt den Anspruch, selbst Kunstwerk zu sein.” Avenida Perdida, 19.10.11

“Lesen! Die Lektüre lohnt unbedingt.” Benjamin Stein, Turmsegler, 17.10.11

Sammelrezension J. S. Piveckova, Gleisbauarbeiten, 10.10.11

“Wie Anfang des letzten Jahrhunderts die Künste, vornehmlich Musik, dazu tendierten, ihre Entstehungsgeschichte als Teil der Komposition-selbst zu begreifen, so ist der derzeit attestierte Hang von Literatur zum Privaten dessen Weiterentwicklung. Die psychischen Bedingungen zur Entstehung eines Werkes werden zu seinem Material, einem Material. Insofern jedes Werk ohnedies Palimpsest ist, kann es nicht mehr darum gehen, die Spuren zu verkitten, also klassisch bzw. klassizistisch zu arbeiten. Zwar ist auch diese Tendenz Symptom der in sich antinomen Postmoderne. Doch führt die Öffnung der privaten Räume zu einer tieferen Fundierung von Kunst, als zugegeben sein soll. Genau hierfür steht das Literarische Weblog.” (Klappentext, Auszug)

Alban Nikolai Herbst, geb. 1955, ist einer der vielseitigsten, kunstvollsten, aber auch eigenwilligsten Autoren der Gegenwart. Durch den phantastischen Roman „Wolpertinger oder das Blau“ (1993) sowie den ersten Band „Thetis“ (1998) seiner Anderswelt-Trilogie und besonders durch sein Literarisches Weblog „Die Dschungel. Anderswelt“ bekanntgeworden, ist er zudem einer der führenden Denker der postmodernen und nachpostmodernen deutschen Literatur. Nach Louis Begley wurde er auf die Poetik-Dozentur der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg berufen. Sein Werk umfaßt Romane, Erzählungen, Lyrik, sowie Libretti. Außerdem schreibt und inszeniert er für den Rundfunk poetische Hörstücke. Er ist u.a. Träger des Grimmelshausen-Preises, des Fantastik-Preises der Stadt Wetzlar, des Rom-Preises der Accademia Tedesca Villa Massimo. Er war Writer in Residence der Keio Universität Tokio und wurde 2006 mit dem Jahresaufenthalt im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg ausgezeichnet.

Mehr: http://www.etkbooks.com/litblog_theorie

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Lyoni bei den Schmetterlingen ODER

Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

(etkobjects)

Januar 2012, 24 S., Pocket A6 quer,

Ringbindung, Schutzumschlag

Ohne ISBN

… ist ein Fotobuch mit den Erlebnissen eines kleinen Lyonerschweinchens im Papiliorama bei Kerzers. Das Fotobuch liegt in einer streng limitierten Sonderedition von 100 nummerierten Exemplaren vor und kann nur direkt über den Verlag bezogen werden.

Mehr: http://www.etkbooks.com/lyoni

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Hartmut Abendschein:

The Chomskytree-Haiku (Rhizome(Rhizome)) / TCT-H (R(R).

Eine intermediale Allegorie poetischen Arbeitens

(Prezi-Art, Online-Installation)

2010-2012

“Eine visuelle Abstraktion konkreter Theorie” (Avenida Perdida)

„The Chomskytree-Haiku (Rhizome(Rhizome))“ untersucht und visualisiert die in pragmatischen Texten enthaltenen poetischen Elemente und Strukturen und behauptet diese als Bildtexte mit ebenbürtiger Bedeutung. Das TCT-H (R(R)) ist in diesem Sinne ein polyvisuelles, polytextuelles, polystrukturelles und polytheoretisches Image. Es versteht sich auch als Beitrag einer posttheoretischen Theorie.

Hartmut Abendschein lebt und arbeitet in Bern. Zuletzt erschienen: “Die Träume meiner Frau. Hybride Stoffe” (2007). “Bibliotheca Caelestis. Tiddlywikiroman” (2008). “The Chomskytree- Haiku (Rhizome(Rhizome))” (2011).

Mehr: http://tcthr.etkbooks.com

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Wir liefern aus:

Georg Raabe:

Die halbe Wahrheit.

Hörbuch-CD zum Georg Raabe Onlinearchiv (GROa)

August 2011

Alkoholisierte Astronauten, überhebliche Osterhasen, seltsames Getier, krasse Schöpfungsfehler, politische Rohrkrepierer, Fußball, Männer und Frauen. Und dann noch jedes Jahr Weihnachten. Manchmal kann man an dieser Welt wahrhaft verzweifeln. Oder einfach über sie lachen. Für dieses Hörbuch hat Georg Raabe eine Auswahl aus neun Jahren Arbeit für die „Wahrheit“ (taz) getroffen. Es präsentiert gut die Hälfte seiner dort erschienenen komischen Gedichte, neu durchgesehen und vom Autor persönlich vorgetragen.

Mehr: http://raabe.etkbooks.com/

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Unsere Bücher können über den Buchhandel / Amazon etc. oder direkt beim Verlag bezogen werden. Ausführliche Informationen über unsere Neuerscheinungen und das Gesamtprogramm finden Sie im Internet unter

http://www.etkbooks.com

etkbooks @ SWIPS (swiss independent publishers)

http://www.swips.ch/

Die Idee einer Frau verfällt nicht.

Wer glaubt, diese Gesellschaft trete ihm nur gegenüber, strotzt mitten in ihrer Dummheit.

Die Kurzsichtigkeit läßt uns die Dinge oft wunderlich sehen. Und gibt uns das Elend der Logik und Zeichenhaftigkeit unserer Wahrnehmung zu erkennen. – Die Kirschblüten schweben über der Vase im Raum. Wir schließen auf die Zweige.

Die Idee einer Frau verfällt nicht. – Ich weiß sie nicht zu sagen, zu begreifen. Weder im Mädchen, noch in der Alten. Mir ist nur manches Mal, als würde ich jenes in dieser und diese in jenem erblicken.

Dieser Zeit fehlt selbst die Erinnerung, das Eingedenken ans Lebendige. – Überall ein schrilles Schreien, ein unmittelbares Gieren nach allem, was sie nicht mehr erfährt.

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Lieferbar: Das Eigenartige Haus (Graphic Novel)

Das Eigenartige Haus

Graphic Novel von

Sudabeh Mohafez / Rittiner & Gomez

“Iwan war im abgeschlossenen Raum hinterm Heizungskeller. Gemeinsam mit Parimarjan ist er dort eingedrungen. Sie haben sich – wir wissen nicht wie – Zugang zu dem dazugehörigen Schlüssel verschafft und sind mit Taschenlampen gerüstet hinein. Iwan wei-gert sich, uns zu erzählen, was sie dort gefunden haben. Er meint, das sei nichts für Menschen wie uns, und es wäre auch viel besser gewesen, wenn er selbst diesen Raum niemals betreten hätte.” (Klappentext)

Mehr: http://etkbooks.com/edition/eigenartige_haus

Gerade die Unterscheidungen scharen die Dinge in einem gemeinsamen Raum.

Jener anatolische Bauernlümmel, der in der Discothek Acker und Weib verteidigte. – Er erkannte mich: ja, ich war ja der Gegner ohne Pflug und Sitte, die besitz- und nutzlose Gefahr.

Der Wissenschaftler soll dem Gesetz gehorchen, das er zu beherrschen begehrt. Sein Standpunkt, sein Außen, strahlt desto heller und klarer, je mehr sich jenes Dilemma in ihm verdunkelt. Dies ist seine Selbstverständlichkeit.

Gerade die Unterscheidungen scharen die Dinge in einem gemeinsamen Raum.

Das heutige Barbarische ist das Kalkulierende, das wie ein Raubtier träumt.

Jede Schärfe des Denkens verdankt sich einer Erfahrung gegen den Empirismus.

Und kreist unentwegt um eine Idee gegen den Idealismus.

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