“4:2” – Fussball und Sprachkritik (Neuerscheinung)

Soeben erschienen: “4:2. Einwürfe und Fussnoten” von Fritz Michel.

Vor der nächsten Fussballgrossveranstaltung ein Blick zurück:

Istanbul am 16.11.2005. Die Schweizer Fussballnationalmannschaft verliert ein Qualifikationsspiel zur Fussballweltmeisterschaft in Deutschland 2006 gegen die Türkei. Und geht doch als Siegerin vom Platz.

Nicht nur wegen des dramatischen Spielverlaufs hat sich das Spiel ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben. Fritz Michel transkribiert die Fernsehdirektübertragung des Schweizer Fernsehens SF und zeigt die Grenzen und Tücken ihrer Verstehbarkeit.

Link (Leseprobe)

Informationen:

Autor: Michel, Fritz

Titel: 4:2. Einwürfe und Fussnoten

Verlag: edition taberna kritika

ISBN: 978-3-905846-01-0

Einband: Paperback

Preisinfo: 13,00 Eur[D] / 22,00 CHF

Seiten/Umfang: 102 S. – 22,9 x 15,2 cm

Erschienen : 1. Aufl. 12.05.2008

Bestellbar im Buchhandel, beim Verlag oder bei Amazon …

Eine erste Rezension: “Sehr belesen und sehr klug”. In “Zum runden Leder” (Der Bund, Fussballblog)

Bibliotheca Caelestis, TiddlyWikiRoman, Demoversion

Wie angekündigt mache ich nun eine Demoversion der Bibliotheca Caelestis in neuer Umgebung zugänglich. Konzipiert waren der Text (den ich vorsichtig „Roman“ nenne), die Vielzahl der Elemente und ihre Verknüpfungen massgeblich auf eine Präsentationsform hin: ein Wiki. Genauer gesagt: die TiddlyWiki-Software, die jüngst ein gewisses Reifestadium erreichte und für das Projekt günstig schien. Bislang wurden – zumindest im angelsächsischen Sprachraum – einige wenige literarische Experimente hiermit unternommen (Google-Stw.: tiddlywikifiction), im dtspr. Raum (vgl. aber bspw. pommerlands tunnel) sind mir dagegen in diesem Umfang und Ansatz, nämlich auch als Simulation eines OPAC, keine bekannt. Diese Version beschränkt sich zunächst auf die Abbildung der (auch weiterhin noch zu bearbeitenden) „Struktur“ des Gesamttextes. Mit den wesentlichen Inhalten, vor allem der dort noch nicht sichtbaren Hauptstränge (Anna, Die Briefe, Wie sie vielleicht wissen) beschäftigt sich derzeit ein Lektor (Typoscriptumfang des Manuals: ca. 200-230 Normseiten), und ich rechne mit Mai/Juni, bis ich eine erste „Vollversion“ im kleinen Kreis vorstellen kann. Natürlich freue ich mich jetzt schon auf Bemerkungen, Rückmeldungen oder Hinweise zu technischen Unzulänglichkeiten dieser Unternehmung …

Bibliotheca Caelestis & Die Ichschrift (Kleine Zwischenbilanz)

Nachdem nun die einzelnen Elemente der Bibliotheca Caelestis in diesem Weblog entwickelt wurden und besichtigt werden konnten, ist dieses Projekt, der 2. Teil der Trilogie Recherchen I-III (nach Teil I: Dranmor) in eine erste Phase der Überarbeitung getreten.

Drei Stränge („Anna“, „Die Briefe“, „Wie sie vielleicht wissen“) habe ich aus der taberna kritika entfernt. Sie werden in überarbeiteter Form in der Vollversion und in neuer Umgebung auf einer eigenen Seite auftauchen. Mehr dazu wird allerdings noch nicht verraten.

Die Texte werden erst von mir und dann einem Lektor gelesen und korrigiert werden. Danach möchte ich eine Demoversion des Projekts vorstellen. Ich hoffe, es ist bis dahin zu einer präsentablen Form fortgeschritten.

Natürlich werde ich mich in den kommenden Monaten nicht nur um jene Korrekturen kümmern. Nur Text zu bearbeiten, ist mir erfahrungsgemäss etwas zu eintönig. Gleichzeitig beginne ich also den letzten Teil der Trilogie mit dem Titel Die Ichschrift.

Es wird ein weiteres, ja, noch weiter getriebenes formales und inhaltliches Experiment werden, das sich – wie schon die anderen Teile – um denselben Kern (mit einem allerdings variierten, archivpoetischen Ansatz) drehen wird: Die Reflexion des Selbst und seiner (Hand-)Schrift, die Ästhetik des (hand-)geschriebenen Textes mit teilweise biographischen Versatzstücken, werden hier Zentrum der Skriptur werden.

Folgend werden also zwei Vorsatzblätter bereitgestellt, danach eine Serie aus Handschriftenmontagen und zugehörigen „Schrifterkennungen“ (OCR) eingestellt werden. Ich experimentiere noch etwas mit der Form, hoffe aber, dass – nach einigen Passagen – die Stossrichtung der Arbeit langsam sichtbar wird. Dazu bald mehr …

Sitting On The Shoulders Of Giants

Hallo! Ich bin ein Text über Musik. Doch zunächst einer über einen alten, blauen Wellensittich namens Bonnie. Bonnie ist seit Neuestem ein Pflegefall und kann nicht mehr fliegen. Darum sitzt er auch auf den Schultern von Graf Tati. Sitzt er nicht dort oder in seinem Käfig, sitzt er vielleicht auf dem grossen Holztisch in der Küche oder wankt darauf, die Zielgeraden entlang. Pickt Körner und Krumen vom Frühstücksbrett. Die Kanten müssen Banden haben, sonst fällt er hinunter und bricht sich etwas. Bonnie hatte auch jüngst einen Schlaganfall. Und das Gleichgewicht, das Gleichgewicht, das Gleichgewicht. Zitternd. Aber noch geht es ihm soweit so erträglich. Wenn das nur mit dem Berlinumzug gut klappt. Graf Tati hat gerade ein neues Album veröffentlicht. Das ist dieser Situation sehr unähnlich, weil weiterhin im Panamaformat. Mir gefällt es trotzdem, obwohl ich mit noch mehr Bossa Nova gerechnet hatte. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, denn dieses Bild spricht für sich. Hallo! Ich war ein Text über Musik. Und wenn Du das nicht glaubst, dann hör doch mal rein.

Graf Tati: Lind. Erscheint heute, 25. Januar 2008 (Apricot Records / RTD). Songs: Der Tag beginnt / Zurück zu mir / Mediapark / Sommerregen / Teenage Walhalla / Bilbao / Trübseligkeit / Glücklich mit der Bachmann / Glaubst Du an die Liebe / Neopren.

P.S.: Lied Nummer 8 hat nichts mit einem gleichnamigen Lesewettbewerb zu tun. Könnte es aber. Mehr …