taberna kritika

Salzkristalle & Trüffelpilze (Auszüge, 03/2012)

Das ist das Märchen vom Mann, der nicht aufstehen wollte. Denn wenn er aufstehen würde, müsste er sich entscheiden, was er genau tun solle. So aber sind ihm quasi noch alle Möglichkeiten offen. Und so liegt er und nichts geschieht. Ah, doch: Ein Käfer krabbelt über sein Bett. Und wenn er nicht mehr lebte, so liegt er noch heute.

Bei Nabokov sieht der Ich-Erzähler in Berlin die zukünftige Vergangenheit eines Kindes; ich erkenne in fast all meinen Lebenssituationen bereits beim Durchleben die betreffende Situation als spätere Vergangenheit – und erlebe sie praktisch im Jetzt als ein Danach.

Wir sind beste Androgyne.

Alle Macht der Welt – für ein Glas Gluck!

Die Weisheit aller Bücher – für die Würze des Glucks!

Alle Ehre – für den Schimmer und den Samt des Glucks!

Alle Musik – für das Gluckern des Glucks!

Ich bin eine Kopfweide: Haut man mir eine Idee ab, wachsen unzählige nach.

Geschichten als Erbinformation des Papiers und der Bildschirme. Buchstaben und Bytes als Chromosomen, Tintenkleckse und Abstürze als Ergebnisse Onans.

Das Denken verwandelt den Dialog in einen Monolog.

Früher war in der Politik die weltgeschichtliche Kausalkette Homer-Ovid-Dante-Cervantes-Goethe-Joyce-Walther Blunschli noch gang und gäbe. Heute wird man bei der Erwähnung von Literatur als Schweizer Politiker auf der Nominationsliste von der eigenen Partei gleich sieben Plätze zurückgestuft: Wegen des ›Kontaktverlusts‹ mit der ›Basis‹.

Das Imperfekt der Erzählungen: Zwei Figuren könnten verschieden lange Vergangenheiten haben, obwohl sie am gleichen Tag geboren wurden (siehe Anna Karenina).

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Der Kater der Braut











































Quote „Während Philipp in der Küche verschwand, um Gläser zu holen, schlüpfte ich aus meinen Schuhen und kuschelte mich mit angezogenen Beinen aufs Sofa. Endlich Feierabend ! Ich begann mich zu entspannen. Ein Deckenfluter tauchte den mit …“ (S.173
Source Der Kater der Braut, Autor Michaela Thewes, Verlag BASTEI LÜBBE, 2008, 320 Seiten
Keywords Büro, Katze, Schuhe, Küche, Bücher
Retrieved erste 5 von 5 Keywords in http://books.google.com/
Produced 20.09.2009, 9:00 AM
Added 08.12.2009, 05:13 PM
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URL (Video) http://www.youtube.com/watch?v=S_Zff2_KWX8
Status Live!
Amazon Review „Von M. Herlitz – Ich fand das Buch ganz nett, aber es ist keines von der Sorte, bei der ich beim Lesen ab und zu laut lachen muss. Wer Bücher von Kerstin Gier kennt, wird eben diesen Humor in diesem Buch vermissen.“

@etkbooks twitterweek (20120331)

nbp: Der Denker http://bit.ly/Hn3fF4 / Harry Belafonte optimieren. / “Der clevere Metzger: das Standartwerk für Unternehmer und Führungskräfte im Metzgerhandwerk” / Dt. Fachverl., 2012. Reihe Edition Fleisch / nbp: Dem Mikroskopischen mißtrauen. http://bit.ly/HldGOI / Knüsel Plus. / kann man mit sockenhaltern fahrrad fahren? #verscholleneswissen / nbp: Gegenwende http://bit.ly/H3zm08 / PLUS Wer ist wer? http://newsnetz-blog.ch/kulturstattbern/blog/2012/03/30/wer-ist-wer/



(fleisch, vegan)

Dem Mikroskopischen mißtrauen.

„Komm”, flüsterte sie, “folge mir!” Und als sie mich küßte, sich ihre Augen schlossen, träumte sie schon von unserer Einsperrung in ihre Zelle – sie war eine Häftlingsgestalt mehr, nur eine Freigängerin der Liebe.

Oft ist mir, das Leben sei rätsellos. Wir aber suchten, ein Problem zu begreifen, nach einer Lösung. Dies bleibt das Geheimnis.

Ihre unglückliche Liebe ihres Lebens. – Sie zittert, sie weint, sie schämt sich, schlägt die Hände vors Gesicht und stammelt, sie könne es mir nicht erklären! – Ah, wie schön sie dann ist, die Idiotin!

Wie sie sich ihrer erwehrt, verzweifelt nach der Sprache sucht, die sie längst spricht.

Sie legen ihre Scheuklappen ab, um befreit ins Reich der blinden Flecken zu galoppieren.

Dem Mikroskopischen mißtrauen: im feinen, nahen Gewusel verliert sich das Grobe des Blicks.

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