taberna kritika

2007-11-08 und dann doch immer

dabei 105 minuten salata baladi

jemals irgendwann immer er

starrte kasus form denn je ist ver

oder familie ist und wir rufen

tor schleier velum die signalstärke

ist gut verschleierte seidenfäden des

je morgens je morgens eine mehr

falt falt

und dann doch immer hervorhebend gegen meine Oblomowhaftigkeit Musse im Kühlen damals leidenschaftlich dort gern abendlang gewiegt von Wasser hier wiege auf Sprechwellen ENTSCHEIDEN? UNTERSCHEIDEN. Versuche SMS. Erste SMS Lieber Urs habe grad deinen Brief mit Hilfe der Taschenlampe noch einmal gelesen. Sitze im Dunkel. Stromunterbruch Johlen von Gasse Glück gehabt nach einem weiten Gang zu Handwerkern etc. mit 1 Künstler M.H., der das liebt, schlaf gut. Kein Licht in Wohnung Haus und ein dunkles Draussen. Zweite SMS hatte 1 lange SMS nicht senden können jetzt wieder Licht Gruss. Noch eine SMS Test und Gruss. Senden möglich noch immer nicht

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einer unbekannten Schwitterschen Klammer entsprungen. (GuU05)

Gestern Abend im “Le Grand Bleu” gegessen (ein blauer Delphin auf weißem Grund über dem Eingang). Ich wähle einen Tisch am Fenster, mit Blick auf den Hafen. Menü: Mousaka, Oktopus in Rotwein – die winzigen Zähnchen in der gallertigen Soße (kurz an Feininger gedacht: seine Panik nach dem Knirschen, die akribische Untersuchung der harten Tatsachen …) – ein Glas Nemea, Ouzo, griechischer Kaffee, Ouzo, Ouzo …  An zusammengeschobenen Tischen, mir gegenüber, gut 15 deutsche Touristinnen umringen einen Mann. Soziologisch mit großer Wahrscheinlichkeit Grundschullehrerinnen (ein Heilpflanzen- oder Märchenseminar auf Lesbos?). Er, Gatte von Roswitha mit Hornbrille, napoleoneskem Strohhut, orangenem Strickpullover und einem Sonnenbrand, erträgt alles rektorenhaft. Weitere Namen, die geblieben sind: Beate, Marlies, Irene und Ottilie. Alle Mitte fünfzig, Anfang sechzig, viele bunte Seidenschals.

Nach der offiziellen Anmeldung zum Stuhlgang (der Schlüssel wird vom Wirt überreicht – “parakalo!“), endlich auf dem Klo. Dort, auf einem Holzschild, umrahmt von blauen Blümchen und Ranken, handgemalt (jede Wette, von Ottilie) die vertraute Lektüre: “Please don’t throw the toilet paper into the toilet. Thank you.” Dieser Satz erscheint nun dadahaft, aus einer unbekannten Schwitterschen Klammer entsprungen.

Aus “Gestell und Ungestalt. Fassung erster Hand” von Rainer Hoffmann. Gestell und Ungestalt erscheint im September 09 bei etkbooks.

Mehrwissen Flieder (notula nova 45)

Seit heute darf ich das Schreiben von X.Y. nicht mehr als bildungsbürgerlich bezeichnen. Warum? Weil es sich aus meinem Mund so verächtlich anhört. Dabei: wäre es doch auch mein innigster Wunsch selbst so wahrgenommen zu werden. Nicht wahr? Ach was!, ich erspare Ihnen den Fortgang meiner weiteren Argumentation und die Abstellung dessen ins Reich des Reaktionären. Sprechen Sie doch mit meinen Söhnchen über Literatur und ihre Protagonistensysteme.

wissen des flieders

april is the marchest month

und auch die bäume

Überhaupt: das Lorem Ipsum TV. (Das Schriftstellersein und das Angehender-Schriftstellersein. Jenes spielt sich im Jetzt ab. Und dieses in der Zukunft.)

T.B. denkt Hermes Phetberg und Bert Brecht zusammen. Als abschliessendes Bild. Als Menschsein – Tragik – Zeitlosigkeit. Bereicherung. Wir reichen uns die Hände. (Noch auszutragen: Die Wahl von Mister und Miss, nein, von Homo Neutrum.)

Am Salix repens Iona: 4 Eier (bemalt), 5 Sternchen (uni), 1 Entchen (gelb). 10 Freunde sollt ihr sein. (Lovink belieben zu scherzen: Der Fou-Code)

Überhaupt: Neue Zeiten – neue Wörter.

Überhaupt: die Ventilklausel. Denn: Wir riefen nach Arbeitskräften. Und es kamen Deutsche.

Und nicht: das zusammenrückende, das gebrochene Schmunzeln. (Vielleicht muss ich tatsächlich mein Leben ändern. Über eine grössere Lachskala verfügen. Lachbausteine entwickeln. Hierarchisieren und definieren. Einfach nur: Kommunikationsverläufe bereichern. Nonverbale, wörtlicherweise. Und: dazugehörende, weitere Gesten erfinden.

Ein anderes, ein einfaches Rezeptionsmodell:

Was wie Theorie aussieht, ist Theorie.

Was wie Praxis aussieht, ist Praxis.

(Und der Kalauer: Computer sind auch bloss Menschen …)

Erzählzeit (ist009)

I u. II Zit. Aus Gàspàr, Sprache und Schrift aus handlungstheoretischer Perspektive: über Beschriftung als visueller Gegenstand. Über kurze Sätze und lange Vorgänge und lange Sätze und kurze Vorgänge // Roman von kurzer Handlung. 1 Satz (vielleicht 1 Gedichtzeile?) vs. langer Vorgang. Immer findet ein endloser Abgleich statt. Die Abbildung der Endlosigkeit einer Minute. Die Individualzeit einer unschlüssigen Bewegung – Einer zögernden Hand. Das Warten. (Das ewig gespeicherte Warten). Das Warten, das sich quasiphotographisch eine markante Stelle im Icharchiv erobert hat. Warum soll es nicht [textlich] einen Raum entfalten [enthalten] dürfen, der seiner Bedeutung (seiner Länge – nicht nur im zeitlichen Sinne, entspricht. Ich habe nur Bilder von Wartenden. (Btw.: Was macht man, wenn man wartet und eine Kamera bei sich findet an einer Tramhaltestelle, beispielsweise? Richtig. Bilder von Wartenden. // Was machen die Wartenden in dieser Zeit. (Mit Blick auf die Uhr oder auch nicht). Die [Spannung], die aus [ihren 2 Zeiten entstehen (Ind./Obj.Zeit)]? Reflexion: Auslassungen, Zeitsprünge / [(] Ellipsen. Rückblenden / Vorausschauen (Ana- / Prolepse) Die Dinge ausser Rand und Band [(Anachronie)]. Das Bewusstsein als [fliehender] Blick. III Diejenigen, die es als Bild, als Teigrollen behaften, die jungen Aspekte weisen auf die Nee Kategorie des Bildes, ihren Sproede lila Charakter, auch die zweite Suppe der Bildästhetik um den Aspik der Bildästhetik, aber auch ob ein kurzer Sitz geeignet ist. eine Kerze Handle zu schulden usf. Sprache in 1 Schiff ans handeln. 1 salz leidet 1 Gedichtzeile. Immer fichten Das berta. (Das eng gespeicherte Vertun), wenn eine Kamera bei sich ficht. Was meiden die Wickeln in dieser fest. Kid Urdu / Vrees Main (Aua) Die Dinge ausser Rad und Bad Des Bewusstsein.

2007-11-07 (ich) schreibe nicht meine

oder bei den dingen beginnen um

schein tor einzufangen gehen ums

tor am tod oder ALLES LEBENDIGE

von spuren um dann wirklich und nun

und das schöne der dinge ein licht

fingern hefteten ins dunkle ge sicht

käfer oder beim wasser beginn

inselhaftigkeit ein leucht leicht ver

lieb listige feuchtprogramme nachen

im nahen das rauh das rauchige im

nach ins hin hinein in den nachen ge

sprungen ge sträuch strauchle bei

nah bin nah

(ich) schreibe nicht meine Spaziergänge, schreibe nicht auf, was mich umtreibt, schreibe nicht mein Tun von Moment zu Moment, schreibe nicht, was der Wohnungsbesorger besorgt in seinem Namen, wie er zeigt, was geht und wie, wie die Waschmaschine geht etc. oder Ventilatorwehen von da nach da und an manchem Morgen, der. Vor oder nach dem Morgenessen versuche täglich, mir etwas Arabisch einzuprägen, schreibe 1 Satz in arabischer Schrift in mein Heft, heute. Schwarze Schmierschichten. Ich beobachte Reinigungsprozedere. Warten auf Duschvorhang, habe 1 dickes neues Notizheft, wo finde ich Waschpulver, schwarze Schmierschichten, beobachte Reinigensprozedere

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