taberna kritika

Marxistische Bierbrauer aus Bayern

Kurz und gut, der alte zittrige Professor (Regenwurmologe) gefiel mir sehr. Erstens war er gar nicht aus Freiburg, sondern aus Bern. Und das bedeutete nicht wenig. Bern leidet unter dem alten, mitteleuropäischen Vorurteil, etwas kleiner als der jüdische Friedhof von Prag, aber um einiges freudloser zu sein. Doch das ist nicht richtig. Und die Berner sind nicht übel. Sie haben den fast mediterranen Charakter einiger marxistischer Bierbrauer aus Bayern, sind zugleich aber weniger aufdringlich. Und sie haben mit uns Inselgebürtigen etwas gemeinsam: ein gesundes Misstrauen gegen Autos mit dem Kennzeichen AG, das in ihrem Fall das Kennzeichen des Kantons Aargau ist (in Sizilien steht AG für Agrigento, n.d.t.). Dieses wird dort mit “Achtung Gefahr” übersetzt. Diejenigen, die ich gar nicht ausstehen kann, sind die Zürcher, die Genfer und die Freiburger. Auch der Alte erträgt sie nicht!

Passage / Übers. v. A. Impedovo: Die Mordfälle der Via Medina-Sidonia. (Santo Piazzese, I delitti di via Medina-Sidonia, Sellerio Editore Palermo, 1996, S.213f.)

Friede den Hütten. (Supertop)

Sehr geehrte Damen und Herren

Autos? Motorräder? Flugzeuge? Gut und recht, aber gibt es wirklich ein schöneres Sujet für ein Quartettspiel als die Hütten der Schweizer Alpen? Eben. Auf 32 Karten werden 32 Hütten mit exklusivem Bildmaterial und den wichtigsten Kennzahlen vorgestellt und vor allem: Das Kartenspiel ermöglicht allen Generationen ein vergnügliches Spielerlebnis, ob in der Hütte, unterwegs oder zuhause. Und ganz nebenbei entdeckt man auch gleich das nächste Ausflugsziel. Die Karten sind dank dem idealen Format und einer schmuck gestalteten Kartonbox leicht zu transportieren und werden nicht nur bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an der grossen Vielfalt der Schweizer Berghütten auf eine ganz neue Weise wecken.

In acht Regionen unterteilt, werden je vier Hütten von unterschiedlicher Grösse und Gestalt mit exklusivem Bildmaterial und den wichtigsten Kennzahlen vorgestellt. Das Spiel wird vom SAC und der Schweizer Hüttenwartsvereinigung “Schweizer Hütten” unterstützt, ist aber vollumfänglich privat finanziert. Das Spiel ist viersprachig, d.h. die jeweiligen Karten sind in jener Landessprache verfasst, welche am Standort der Hütte hauptsächlich gesprochen wird.

Sie können sich ein detailliertes Bild des Produkts auf unserer Homepage http://www.huettenquartett.ch machen.

Disclaimer: Der Autor ist uns persönlich bekannt

SWIPS in Schwung

SWIPS Swiss Independent Publishers

Pressecommuniqué

16. April 2009

http://www.swips.ch/

SWIPS in Schwung

Vier neue Verlag, Auftritte am Salon du Livre in Genf und an den Solothurner Literaturtagen – SWIPS, die Plattform der unabhängigen Verlage der Schweiz, startet engagiert in den Bücherfrühling.

Zum ersten Mal wagt SWIPS, der Zusammenschluss von unabhängigen Buchverlagen der Deutschschweiz, den Schritt über den Röstigraben: An einem Podium am Salon du Livre in Genf (Café Littéraire, SA 25. April, 15 Uhr) diskutieren Liliane Studer (Präsidentin SWIPS, Limmat Verlag), Jean Richard (Edition d’en bas), Frédéric Rossi, (Edition Infolio) unter der Gesprächsleitung von Francesco Biamonte (Service de Presse Suisse, http://www.culturactif.ch) über die Bedingungen von unabhängigen Verlagen in der West- und Deutschschweiz.

Ausserdem sind folgende neun Verlage vom 22. bis 26. April mit einem Stand vertreten: Bilgerverlag, Der gesunde Menschenversand, Edition 8, Limmat Verlag, Urs Engeler Editor, Rotpunktverlag, Verlag Martin Wallimann, Verlag Scheidegger & Spiess, Waldgut Verlag & Atelier Bodoni.

Nach einer erfolgreichen Erstauflage im letzten Jahr wird SWIPS vom 22. bis 24. Mai 2009 wiederum mit einem grossen Büchermarkt an den Solothurner Literaturtagen anwesend sein. Im Besenval-Park direkt neben dem Landhaus zeigen die Verlage im SWIPS-Zelt einen Querschnitt durch ihr Programm, präsentieren ihre Frühjahrstitel und schaffen so die Möglichkeit für das Lesepublikum, mit den Verleger/innen direkt ins Gespräch zu kommen.

In der letzten Mitgliederversammlung wurden vier neue Verlage aufgenommen: Verlag Die Brotsuppe, Edition Clandestin, Edition Taberna Kritika und Christoph Merian Verlag. SWIPS vertritt damit die Interessen von 23 unabhängigen Deutschschweizer Buchverlagen aus Literatur, Sachbuch und Kunst.

Ein anderes Gästezimmer …

Ein anderes Gästezimmer : 1 (ein Gast)

Wie soll’s weiter gehen?

Es war kalt, was könnte sie dazu sagen, ein Kuss jagte den andern, entbehrend der Symmetrien Namen Sommervögel Schmetterlinge, aber Falter gemurmelt in seine Hand hinein gelegt ein Wort Motten oder das Farbige, das Allmähliche beim Auffalten der Flügel, die Wohnung kalt, unbenutzt, besser: unbewohnt, es werden Tätigkeiten ausgeübt worden sein, des Zusammenfügens und Verschiebens, im Vorzimmer Schar der Falter, entdeckt ein plötzliches Dort, wo Decke und Wände sich zum Eck fügen dort als wattige Polster. Von Überwintern still, sie so, es sind Falter, oder bloss weilen tagüber ein Anheften ins Starre da, sich festhaltend mit Krallen am Putz. Nachtschwarze Falter, so etwas noch nie gesehen, murmelte sie, mehrere, in grosser Zahl, viele, über vierzig Falter in ihrer eigenen Art Motten nachtblau eher stellt sich das Bild ein als wenn sie nachtschwarz hört, zufallendes Blau, zu ihr gestrotzt ein blaues heftiges Dunkel, oder auch Anklänge an Nebeltönungen, fast ein Rot, über den Häusern eine Möglichkeit von Rot, vermutet, wenn sie ausfliegen, ein Rot entfaltend, wie kann sie es wissen, allmähliches aus dem Dunkel ein Rot, kleide den Himmel mit flügliger Decke. Ja, doch da war doch etwas, ein Konstruktionsdetail möglicherweise, eine schiefhängende Befestigungs- oder eine Art Aufhängevorrichtung, eine Unregelmässigkeit des Verputzes. (16/18. Aus DlniS, Kap.6)