taberna kritika

Dezembertag

Ich sitz. Den grauverhangnen Tag

bedeckt ein grünlicher Belag.

Am gräulich grünen Nebentisch

betrinkt sich ein grüngrauer Fisch.

Der Gattung nach ein Grauer Salm,

Graugrünling oder was auch immer,

entspannt. Und grau, graugrüner Qualm

verschwimmt zu grünlichem Geschimmer.

Ich schwitz. Mir graut. Ich flieh

aus diesem schaurigen Begebnis.

Oh, graugrün-grausliches Erlebnis!

Dezember mochte ich noch nie.

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12. Schachtel (Hide & seek)

Die Schachtel von der man sprach, ist eigentlich auch als Etui zu bezeichnen und hat an der Oberseite ein kleines Fenster. Schon deswegen möchte man sie nicht Monade nennen. Die zuoberst liegende Karte ist gut lesbar. Wir sprechen von einer nicht durchsichtigen, aber doch teilweise einsehbaren Schachtel. Das nur als Ergänzung.

sie zeigt die oberfläche der vorderseite des zuoberst liegenden. sage einer, was in einer schachtel liege, wolle sich ausdrücklich verbergen. man muss da einiges revidieren.

9.3

in einer zelle // im milchglaslicht eines geschlossenen / raums einer wache ein wachen seit / tagen ein fragen ermittelnder menschen / und ränge vermittelnder gegeninstanzen zum fall wie / sie sagen zum fall einer / frau ohne zutun wie man / wie sie sagen behaupte zum sturz zum / gestossensein wie sie vermuten nur lesenden sich / selbst aufopfernden eines / von mir so gewordenen opfers zu / klären den ablauf zu rekonstruieren die / tat wie sie sagen den hergang der / dinge die fragen der schuld doch / man müsse ich müsse dazu auch / die andere seite befragen man / hoffe auf einen verwertbaren satz eine / aussage die ich zu geben verweigere etwas / das nicht mit dem von mir geschriebenen etwas / das über das etwas da war in dem zimmer / in diesem hotel vor besagtem erfinden der / szene des findens von ihr auf den / kacheln des bodens des bads und / mich schweigend vor einem satz blätter sie / schweigend für immer ich / schweigend ich immer noch schweigend / ich schweige und schweige //