Nachdem gestern die 3. Manuskriptversion fertiggestellt wurde und das Projekt nun sozusagen ein erstes Lektorat sucht, lege ich den doch recht umfangreichen (350 Seiten) Ausdruck beiseite, um erst einmal wieder an anderen Baustellen weiterzuarbeiten. Kein anständiger Roman aber – und schon gar nicht Dranmor beginnt ohne anständiges Anfangszitat, um die geneigten Lesenden schon in die rechte Richtung der Bühne zu schicken, auf der das Heu liegt. Also ist hier meine erste Auswahl, in einer Übersetzung aus der wieder erinnerten Mad Tea Party:
Alice kam die Erleuchtung. Sind vielleicht deswegen so viele Teesachen gedeckt?, fragte sie.
Allerdings, seufzte der Hutmacher; es ist ständig Zeit zum Fünf-Uhr-Tee, und zum Abspülen kommen wir nie.
Dann macht ihr also langsam die Runde um den Tisch, oder? erkundigte sich Alice.
Genau, sagte der Hutmacher; sobald ein Gedeck benutzt ist, rücken wir eins weiter.
Aber was passiert dann, wenn ihr wieder zum Anfang zurückkommt?, fragte Alice beherzt weiter.
Wie wärs denn, wenn wir von etwas anderem sprächen, fiel der Schnapphase ein und gähnte.
aus: Lewis Carroll, Alice im Wunderland – zit. nach der Übersetzung von Christian Enzensberger in der Insel-Ausgabe von 1963

Schreib doch mal, warum und worüber du schreibst, wird mir manchmal gesagt. Das heisst, es wird als Frage formuliert. Auf die erste kann ich noch immer keine Antwort geben, nicht, dass mir nichts dazu einfiele. Ich habe einfach noch nicht die richtige Form der Antwort gefunden. Anders verhält es sich dagegen mit dem Worüber. Sie ahnen es schon. Ich schreibe über Kartons, Schubladen, Schachteln und Koffer, eigentlich alle Gefässe und Orte der Aufbewahrung spielen eine tragende Rolle. Natürlich auch das ganze Drumherum, in zweiter Linie. Das über und unter dem Zwischen der Zeilen.