gleich neben dir // ist noch platz und der / platz zu besetzen wir geben / uns lautlos ein zeichen der platz sei noch / frei und der ort auch der / einzige den ich besetzte und gleich sitze / ich neben dir und / danke mit höflichem nicken ein / längliches weilendes nicken es / möchte sich nicht mit der menge / vermischen die stumm mit an fenster / und türen prallenden blicken mit / mir mit uns beiden den / atem behält bis in achtloser sekunde mir / umschlag und blätter geräuschvoll / zu boden mehr fliegen als fallen das wasser / betretener sohlen zu ziehen beginnen greifst / du mir sehr hilfsbereit unter / die arme bist sammlerin meines geschriebenen lange / noch vor seiner reise bist / leserin weniger zeilen des ersten / kapitels fragst ob ich denn schreibe sagst / schön ohne raum einer antwort zu lassen wie / schön dass das noch jemand täte fragst lachend ob / das denn auch jemand verstünde / sagst beiläufig auch du / läsest sehr gerne //
taberna kritika
Das Leben
Ach, ja! Ja, ja! Es ist schon was!
So geht’s! Was willste machen!
Nein, wirklich! Nee! Mensch, glaubt man das?
Das Leben macht schon Sachen!
Man hat schon manchmal seine Not!
Oh, Gott! Ach, ja! Oh, weh!
Das Leben? Ist ein hartes Brot!
Und einfach auch nicht! Nee!
Tjaja! So läuft’s nun mal! Wie wahr!
Oft ist es nur zum Weinen!
Die Frage: Geht es gut? Na ja.
Die kann man nur verneinen!
Zum Teufel! Wirklich! Ach, man stöhnt!
Ja, ja! Bei Gott! Ein Graus!
Und hat man sich erst dran gewöhnt,
dann ist es auch schon aus!
bachmannlesenlesen
gerne weise ich noch einmal auf den derzeit genüsslich sezierenden kommentar zum bachmannlesen von hella streicher hin. ein kleiner trost, wenn man nicht selber gucken kann.
Geworfensein
diesen text finden sie in kürze in überarbeiteter form hier.
Mutmassungen II
Warum er mit seinen Spiegelbildern immer zufriedener war, als mit den Photographien seines Porträts? Zeigten sie nicht etwa das gleiche? Sicher war es die innere Flüchtigkeit der vermeintlich stabilen Oberfläche, die ihn irritierte.