taberna kritika

“talschlüsse” in Dusi/e (issue four)

ie in Kürze erscheinende, vierte Ausgabe der vorwiegend englischsprachigen Literatur- zeitschrift Dusi/e liegt erstmalig auch in einer Printversion in der Form eines kollektiven Chapbooks vor (42 “chaps“). Die Auflage wurde auf 50 Exemplare limitiert. Darin auch der Text talschlüsse.

Von der Auflage des einzelnen talschlüsse-Chaps sind noch wenige Exemplare vorhanden (= 6, d.h. die Seriennummern 45-50). Gegen eine kurze Rezension oder Verweisung mit Backlink auf “taberna kritika” versende ich diese kostenlos (jeweils nur eines, first come – first serve). Bestellung mit Angabe des Namens, der Postadresse und dem Betreff “talschlüsse” über dieses Formular.

Lesbarkeiten I (Material, slm, DTmF)

Zu einem anderen Kritiker: Wo ist denn das Problem? Wo ist denn Ihr Problem? Nun lassen Sie mich halt einen anscheinend unlesbaren Roman schreiben. Nun lassen Sie mich halt über anscheinende Unlesbarkeit schreiben. Als gäbe es nicht genug scheinbar Lesbares, das niemand liest. Als gäbe es nicht genug Scheinbares.

[mit diesem argument eine lektorin zur lektüre zwingend“>

über ein paar grundsätzliche textverwandtschaftsbeziehungen unter diesem dach

Phänomenologie des leeren Blicks

Eine Berechnung (ein Dreisatz) scheitert im arglosen (leeren) Blick auf ein Stück Papier.

Als Folie oder Hintergrund für diese Arbeit wird eine Betonfassade genommen. Eine Litfasssäule oder Obstauslage.

Ladungen I – Freiheiten

(Materialien zu DTmF, reines Erzählen)

Während es der tiefenpsychologisch orientierten Literatur um Sinn und lebensgeschichtliche Bedeutung, der naturwissenschaftlich orientierten Literatur um Entstehung und physiologische Lokalisierung von Träumen zu tun ist, geht es Dichterinnen und Schriftstellern ausdrücklich um anderes: Sie machen sich den Traum praktisch zu Nutze in Gestalt fiktiver Traumtexte. Die ihnen aus eigener Erfahrung und dem Wissen ihrer Zeit bekannten Traumverfahren inspirieren sie zu Entdeckung und Entwicklung bisher unerprobter Erzählmöglichkeiten. Franz Fühmann, einer der schreibenden Traumexperten, bekennt, dass er in seinen Traumerzählungen nicht etwa ein flüchtiges, unlogisches Irrlicht der Phantasie suche, sondern vielmehr “eine Möglichkeit reinen Erzählens, Fabulierens, weg vom Beschreiben und Essayisieren”. (…) Autorin und Autor geben mit der Bestimmung eines Textes als Traumtext in der Regel gleichsam eine Leseanweisung: Es gelte die Freiheit von Erzählkonventionen zu genießen, das ungegängelte Wirken der Imagination, das auch Gattungs- und Tabu-Grenzen zu überschreiten vermag.

in: Gidion, Heidi: Phantastische Nächte. Traumerfahrungen in Poesie und Prosa. S.8f. Göttingen, 2006

Abgehoben

Aus gebrochenen

Flügeln faltete ich

Sterne zählte Augen

Wachssplitter und

(Sabine Reber, Die gefalteten Meere oder: Das Bellen der Rehe, o.S., 2005)

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