= selecta_2 (12 kleine formen mit metronom)
jetzt im
-bereich (miszellen)
= selecta_2 (12 kleine formen mit metronom)
jetzt im
-bereich (miszellen)
im traum musste er den raum verlassen. er atme so laut, das kind wache auf. sagte sie das im traum? verliess er im traum den raum? kam er wieder zurück? ging er wieder hinaus? atmete das kind noch? die frau? er? im traum. ist er jetzt im traum? träumt er gerade jetzt? das wäre gut, dann lebte er noch.
soeben dieser Dranmor-Photographie aus einer digitalen Bibliothek habhaft geworden. Danke, Claude! Wie hier deutlich zu sehen, handelt es sich wohl um das Vorbild, nach dem der Stich angefertigt wurde … dafür die negative Nachricht aus Basel: die einzige “neuere” Abhandlung zu D. (Feistele, Max: Die Lyrik Ludwig Ferdinand Schmids [Dranmor“>, Liz.-Arbeit, Basel, 1969 ) ist wohl für immer verschollen, die Adresse des Verfassers nicht recherchierbar …
„O ich sah ihre schimmernde Vulva
In allen Farben des Herbstlaubs,
Weinrot und nußbraun und rosa.
Tief bis ins innerste Fruchtfleisch.
Pfirsiche, Thunfisch und Anemonen,
Steinpilze, Austern und Feigen.
All diese Herrlichkeiten, bei Gott,
Kamen mir in den Sinn.
Ficken,
Immer nur ficken, dachte ich, fickend.”
(Durs Grünbein, Der Misanthrop auf Capri, S.85, 2005)
|::| das sieb |::| kürzeste lyrik novitäten
erste überlegungen: die gestalten (1 bis 50 oder 50 bis 1 der anfang sollte beliebig sein / wird noch entschieden) werden in der vorgegebenen reihenfolge nacheinander gleichförmig, fast monoton, aber flüssig vorgelesen. die einzelnen gestalten werden mit einem und, nach dem eine kleine zäsur folgen sollte, addiert. dieser erzählstrom stellt den ewigen fluss durch die stadt dar.
die bemerkungen zu die stadt kein zyklus werden bei einer lesung unterschlagen. sie bilden den nur sicht- nicht hörbaren – subtext (in der form eines kommentars oder paralleltextes) im rahmen eines readers …