taberna kritika

wo soll das denn sein

wo ist denn das

wo ist das denn

zeigs uns doch

siehst du

da ist ja gar nichts

nirgends

oder wo

soll da was sein

das

das ist doch nichts

das ist doch

allerhöchstens

ein häufchen asche

das sind doch

die reste deiner mutter

Paare am Morgen XVIII

Ehe sie sich versah, war sie allein. Und dieser Zustand schon eine ganze lange Nachte. Noch bevor sich Augen öffneten und nachdem die Kontrolle an Dritte abgegeben wurde, die Frage, ob sich etwas änderte, wären sie zu zweit.

Ehe er antwortete. Noch bevor eine präzise Antwort zur Verfügung stand – eine, die alle möglichen Konsequenzen einschloss, deckte und annehmen konnte; nachdem eine Wahl getroffen wurde, ohne ihn, mit ihm, wurde es Tag.

Disziplin

Ich schleppe mich

durch den Wald

denke ans Meer

(Christoph Wilhelm Aigner, Kurze Geschichte vom ersten Verliebtsein, S.55, 2005)

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zur lage der dinge

eine kleine form

mit ein paar dingen

steht

und fällt mit dir

das füllende

(dieser hülle beraubt)

steht und fällt mit

trocknem sand

und einer schaufel

in ein becken aus holz

(eine signatur geht

in einem archiv verloren)

auf deinem tisch

liegen formlose dinge

geraten dort ins rutschen

gleiten

sicher

gleiten die dinge

werden sie erst gelegt

sicher

kommen sie auf deiner

schiefen ebene zum erliegen

5

Alle waren da. Die Eltern. Die erste Freundin. Der Bruder. Die Fussballkumpels. Die Frau. Die Tanzschule. Ein paar Lehrer. Ein Dozent. Die Grossmutter, die hat geweint. Ein Klassenkamerad. Die Tanten und Onkel. Die Kollegen der Abteilung. Der Pfarrer. Die vom Stammtisch. Der Autohändler. Der Zahnarzt und der allgemeine. Die Kioskfrau und Gott. Die in den hinteren Reihen. Und alle schauten zu.

probleme der theodizee nach feuerbach