taberna kritika

2007-11-22 An der Strasse 1

ach die frage des

glückt sie nun die

frage des an

und des des auf

faltens DES an

setzens die die

lage des aus aus

des hin fläzens

dort DORT wie das

gute nacht stottere mich so durch

ein wimmelndes wirbelndes ooo

An der Strasse 1 Kinosaal um den andern 1 Filmstudio ums andere eingerichtet gebaut genutzt verlassen auch Theatersäle auch KAFFEEHÄUSER AUCH Restaurants auch die Spuren der WINDSORS HOTELBETRETUNGEN der schöne alte englische Stil gerufen die schönen alten Plakate als ich 1 Kind war oder Treffpunkt von Heutigem spreche in Gesten im Durchgang der schöne Markt aber die Gemüse aber die Bestandteile die Früchte aber die Kuchen man will ein Interview ORGANISIEREN beim Stella Bier gelacht gegen Mitternacht zu mehreren dann DU WARST (nicht) DA über die Strasse rede von gestern und. Nein, um 1 Tagebuch handelt es sich hier gewiss

index

Herbstsehnen

Wird im Herbst die Nelke welke,

denke ich entrückt an Elke,

die im Mai bei Tagesneige…

Aber ach, Genießer, schweige!

Wenn im Herbst die Rosen flusen,

wünsch ich mich zurück zu Susen,

die im Juni mir am Strand…

Aber ach, viel zu pikant!

Macht der Herbst aus Veilchen Teilchen,

wein um Vera ich ein Weilchen,

die mir Juli auf der Liege…

Aber ach, wenn ich doch schwiege!

Doch – dass hier die Wahrheit siege:

…Schräges spielte auf der Geige.

…meinen Autoschlüssel fand.

…meinen Platz nahm. Blöde Ziege!

taz > (GROa)

Formen zu Formeln (notula nova 60)

Aber: jeder dachte, es würde schneller gehen. (Und: “mich stört, wie er über Rosen schreibt.“)

Aus der Spex: “Wer ist eigentlich der Autor eines Songs, wenn jede Textzeile geklaut ist? Spechtl: “Der, der montiert, natürlich.“” (Heut mit dem älteren Söhnchen gebaut: The lego kingdom of radio and disbelieve.)

Überhaupt: “Text bleibt erstes Instrument” (Aus dem Manifest der Goldenen Zitronen)

Und: Das literarische Weblog als Ort und Gegenstand proliferativer Poetik, gleichermassen … (Ist es schon meins? Oder schon nicht mehr?)

Zum Filmprojekt: die einzelnen Filme titeln (ti=) und jew. Film freistehend ins Blog posten (embed qua youtube o.ä.). Andernorts wird eine Titelliste generiert. Diese soll als Fliesstext lesbar werden. Eine Art Text-Titel-Bewegtbild-Modellierung. Zum Akrostichon. (Und: wenn eine Sportart wie Skispringen nun im Sommer und auf Rasen stattfindet, kann eigentlich nur noch von Kunst die Rede sein.)

Und: die Erscheinung (das Erscheinungsbild) des literarischen Weblogs, der Header, die Farben, Gadgets, Widgets, Navigationsstruktur: All das ist paratextuelles Cover des Blogcontents. Jeder Text, jede Seite wird so einer optischen (oberflächlichen) Identität (body) zugeordnet. Text, content und Tiefenstruktur ist aber, was als Inhalt des Körpers zu betrachten ist, und was je nach Lektüreart und Medium (Rss-Reader, Aggregator, PDF etc.) in anderer Bekleidung gelesen wird. Eine Anpassung des Inhalts (Auszeichnung mit HTML-tags innerhalb des Posts, bspw.) auf den flüchtigen (sterblichen) Körper hin (auch wenn es der vermeintlich eigene sei), mag in anderen Umgebungen schäbig und seelenlos wirken. Soll Form und Inhalt (Leib/Seele) bei einer Analyse oder nur: Lektur, gleichermassen oder gar gegenbezüglich berücksichtigt werden, muss auch an diese (für implizite Leser unterschiedlichsten) Spannungsebenen gedacht werden.)

Und: wenn ich über eine Fernsehserie spreche, spreche ich selten über den Fernseher. Den Fokus bestimmt, wer den Sternenhimmel rahmt. (Das gilt auch für dich: Buchkultur).

Und nachzudenken: über eine weitere Stringentisierung hier verwendeter Boolscher Operatoren in einer möglichen Überarbeitung. Ein komplexes System von Klammern, Ein- und Ausschlüssen, Aussagen und Verweisungen. Das: als (konkret-)poetische Surplus-Struktur. Als grossangelegte, poetische Formel.

Oder, Seite 1 f., bspw.:

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(Text) Und: Text () Oder: Text) Nicht: Text ()) Überhaupt: Text () ()) … undsoweiter

Einladung zur Buch09 in Basel



Flyer, download

SWIPS-VERLAGE AN DER BUCH.09 IN BASEL

Gleich 19 der ausstellenden Verlage an der Buch.09 in Basel sind SWIPS-Verlage. SWIPS – die Plattform kleinerer und grösserer, jüngerer und alteingesessener unabhängiger Verlage aus der Schweiz, steht seit zwei Jahren für die wunderbar schillernden Welten der Schweizer Verlagslandschaft. Wir laden Sie herzlich ein, uns während der Buch.09 vom 13. bis 15. November in der e-Halle zu besuchen und am Freitagabend mit uns auf die Zukunft anzustossen. Verlegerinnen und Verleger sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verlage freuen sich auf Sie. Gleichzeitig wird die 000-Nummer von SWIPS-A3 – das Magazin unabhängiger Schweizer Verlage verteilt.

Vom 13. bis 15. November finden Sie uns und unsere Bücher an der Buch.09 in Basel, in der e-Halle auf dem nt-Areal. Veranstaltung und Einladung: SWIPS-Apéro am Freitag, 13. November 2009, 17 bis 19 Uhr

Die SWIPS-Verlage an der Buch.09: bilgerverlag • Christoph Merian Verlag • edition clandestin • Das Fünfte Tier • Der gesunde Menschenversand • Dörlemann Verlag • edition 8 • Edition Howeg • Lenos Verlag • Limmat Verlag • orte Verlag • edition pudelundpinscher • Rotpunktverlag • Verlag Scheidegger & Spiess • edition taberna kritika • Unionsverlag • verlag die brotsuppe • Waldgut Verlag & Atelier Bodoni • Verlag Martin Wallimann

Mehr: Buch09, SWIPS

Die Eule, der Mops (ist023)

I Zit. Aus Daniels u.a., The world’s writing systems: Abb. eines Labanotationssystems // Nicht nur, dass ich die mit Abstand hässlichsten [Schuhe] anhatte, zudem unbrauchbar, denn sie hatten ein Gummigemisch als Sohle – Gift für den Tanzboden. Ich kam [kann] aber auch zu spät und alle potentiellen Partnerinnen (wie von mir […]) waren vergeben. (Erst später erfuhr ich, dass eine Rechtzeitigkeit an diesem Tag auch nichts gebracht hätte, oder nur wenig.) Die Jungen von der Nachbarklasse hatten [mit] den unterstufigen Mädchen schon vor Wochen angebandelt und die Sache klar gemacht. Die Jungen meiner Klasse bekamen also nur den Ausschuss. II Und ich: bekam den Ausschuss des Ausschusses. Das waren: der Mops und die Eule. So hat es sich wechselnd über ein halbes Jahr hingezogen. Den Abschlussball bestritt ich mit der Eule (obwohl der Mops sicherlich besser tanzen konnte). Den Mops bekam ein damals guter Kumpel. Meine Eltern waren an diesem Abend nicht zugegen. Ich machte mit der Eule meinen Pflicht- und Ehrentanz. Mein Kumpel den seinen mit dem Mops. Danach betranken wir uns. Der Kumpel und ich. Irgendwann hat sich zu uns auch noch der Geschichtslehrer gesellt. // Die Verbindung mit dem Tanz ist diese Sprache des Erinnerns. Es ist keine Sprache der Bewegung. Eine des Vertrauens. Ein Abwesenheitstanz. Ein [Bühnen-]geistertanz. Keine Zeichenfolge mit Haken und Winkeln. Nichts Räumliches. Eine Kette aus Nullen. Keine Einsen. Löschwerte im Logfile. Kaum zu retuschieren. (Musik: “smoke on the water“) III fatal als tolle-Gift, ach nichts gebucht. Die Fugen von oh. Die Suche, oh Ausschuss. Den Abschluss mit der Eile, ein damals guter Bengel. Die Kubik, mit dem Tanz ist diese Spende des Erinnerns. Ein Bier. Eine kette, kein Eisen.

[Achtung Rollenprosa]